Was sind die beliebtesten Arten von Yoga?
Willst du Yoga ausprobieren? Hier sind einige der Stile, die du wahrscheinlich in deinem örtlichen Studio und auf YouTube sehen wirst.
Hatha Yoga
Wenn im Titel des Kurses, an dem du interessiert bist, nur "Yoga" steht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um eine "Hatha"-Übung handelt. Es ist die beliebteste Yogaart in Europa und den USA. Manchmal wird der Begriff auch für Übungen verwendet, die eine Mischung aus zwei oder mehr Yogastilen sind.
Hatha-Yoga besteht aus einer Mischung aus Körperhaltungen, Meditation und Atemübungen. Diese Art der Praxis verspricht, deinen Kern zu stärken und deine Haltung zu verbessern. Außerdem hilft es, eine Verbindung zwischen Körper und Geist herzustellen. Wie das geht?
Beim Hatha-Yoga lernst du, deinen Atem zu kontrollieren und zu nutzen, um deine Ausdauer zu verbessern, während du deinen Geist beruhigst, indem du dir des "Hier und Jetzt" bewusst wirst.
Wenn du auf der Suche nach einem Yoga-Kurs für Anfänger bist oder zu Hause üben möchtest, könnte Hatha Yoga eine gute Wahl sein.
Vinyasa Flow Yoga
Der Begriff "Vinyasa" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "etwas auf eine bestimmte Art und Weise anordnen". Bei diesem Yogastil führst du die Yogastellungen nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge aus. Das macht ihn zu einem der körperlicheren Stile, die es im Yoga gibt.
Für einen Anfänger kann es eine Herausforderung sein, mit den Bewegungen im Vinyasa Flow Schritt zu halten. Aber lass dich nicht entmutigen! Wenn du weiter übst, wirst du die Abläufe lernen und deine Bewegungen werden immer harmonischer werden. Am Ende wirst du dich in einem rhythmischen Fluss von einer Position zur nächsten bewegen, wobei ein Atemzug einer Bewegungsart entspricht.
Wenn du auf deiner Fitnessreise schon immer Spaß an dynamischen Sportarten hattest, dann könnte dir Vinyasa Flow Yoga gefallen.
Iyengar Yoga
Beim Iyengar Yoga achtest du auf drei Aspekte: Du musst die richtige Stellung einnehmen, die richtige Abfolge einhalten und deine Position für eine bestimmte Zeit beibehalten.
Während es Vinyasa ähnelt, dass du eine bestimmte Reihenfolge der Posen einnimmst, geht es beim Iyengar darum, jede Position für einen längeren Zeitraum zu halten. Das Ziel ist es, Stabilität zu finden und sanft voranzukommen, bevor du zur nächsten Yogastellung übergehst.
Apropos Fortschritt - was Iyengar von vielen anderen Stilen unterscheidet, ist, dass du Requisiten verwenden kannst, um Verletzungen zu vermeiden. Wenn du zum Beispiel nicht in die seitliche Planke (Vasisthasana) kommst, kannst du dich mit einem Stuhl abstützen. Das Ziel ist es, eine möglichst korrekte Position einzunehmen, ohne dich dabei zu überfordern oder Verletzungen zu befürchten. So kannst du dich auf das Erlernen der Sequenzen konzentrieren und dich wirklich mit deinem inneren Selbst verbinden.
Wenn du also auf der Suche nach einem Yoga-Kurs für Anfänger oder einem Yoga-Stil für zu Hause bist, bei dem du schnell lernen kannst, könnte Iyengar genau das Richtige für dich sein! Das Gleiche gilt für verletzte Sportler - dieser Stil kann dir helfen, wieder zu Kräften zu kommen, ohne dich zu gefährden.
Hot Yoga
Hot Yoga sagt genau das, was es bedeutet - du übst deine Übungen in einer Umgebung mit hohen Temperaturen, um das Schwitzen und die Entgiftung zu fördern. Es wurde von Yoga-Guru Bikram Choudhury entwickelt, weshalb der ursprüngliche Hot Yoga-Stil auch "Bikram Yoga" genannt wird. Die Yogis üben 26 verschiedene Stellungen bei Temperaturen von etwa 40°C und einer Luftfeuchtigkeit von 40% aus, um ähnliche Bedingungen wie in Indien zu schaffen.
Heutzutage geht es beim "Hot Yoga" mehr darum, diesen herausfordernden äußeren Bedingungen zu folgen, als um Bikram Yoga. Einige Studios bieten zum Beispiel einen heißen Vinyasa-Flow für diejenigen an, die besonders ins Schwitzen kommen wollen.
Bedenke aber, dass das nicht für jeden geeignet ist. Wenn dir in der Sauna zum Beispiel schwindelig wird, du leicht dehydrierst oder unter chronischen Krankheiten leidest, solltest du immer deinen Arzt konsultieren. Oder du wählst einfach einen "kälteren" Yogastil.
Erholsames Restorative yoga
Restorative Yoga ist ein Stil, der die körperliche, geistige und emotionale Heilung fördert. Es geht weniger darum, über deine körperlichen Grenzen hinauszugehen, sondern vielmehr darum, innere Heilungsprozesse in Gang zu setzen und den "Kampf- oder Flucht"-Modus zu verlassen.
Bei dieser Yoga-Praxis benutzt du Yoga-Blöcke, Kissen, Decken und andere Hilfsmittel, die dir helfen, dich wohl zu fühlen, während du die Posen über einen längeren Zeitraum hältst. Während du die einzelnen Posen einnimmst, konzentrierst du dich auf Atemübungen, um deine Herzfrequenz zu senken und ein Gefühl der Ruhe zu erzeugen.
Eine restorative Yogapraxis ist etwas, das du zwischen anderen, körperlich anspruchsvolleren Übungen wie Vinyasa oder Hot Yoga machen kannst, oder einfach, wenn du deine innere Harmonie finden willst.
Pränatales Yoga & Schwangerschaftsyoga
Pränatales Yoga hilft, die Beckenmuskulatur zu stärken und Beschwerden während der Schwangerschaft zu lindern. Außerdem lernst du Atemtechniken, die dir bei den Wehen oder bei Atemnot im dritten Trimester nützlich sein können.
Wenn du zum ersten Mal schwanger bist, kann dir Pränatal-Yoga dabei helfen, dich wieder mit deinem Körper und deinem Geist zu verbinden, da du viele neue Empfindungen und Gefühle erlebst.
Einige der gleichen Posen, die im pränatalen Yoga geübt werden, sind auch hilfreich, wenn du dich nach der Entbindung erholst.